Geschichte

Geschichte des Vereins

Am 1. Mai 1933 haben sechs Kaninchenzüchter aus Hohne in der Gaststätte Leggemann beschlossen, neben dem in Lengerich schon bestehenden Kaninchenzuchtverein, einen zusätzlichen Verein zu gründen. Unter dem Vorsitzenden Herbert Heuvermann nahm der Verein in den Anfangsjahren schnell an Mitgliedern zu.

Die Vorsitzenden der folgenden Jahre lauten:

1933 – 1938 Herbert Heuvermann
1939 – 1947 Fritz Blömker
1948 – 1949 Max Trinks
1950 – 1954 Gottfried Schmidt
1955 – 1956 Max Trinks
1957 Paul Mohrholz
1958 – 1963 Hans Sommer
1964 – 1969 Wilhelm Ludwig
1970 – 1980 Horst Werdeling
1981 – 2015 Walter Löhr
2015 bis heute Michael Löhr

Die ersten Ausstellungen fanden 1934 – 1936 statt. 1942 zog der Verein in die Gaststätte Brunsmann, heute Centralhof, um. Als diese 1943 zur KZ – Nebenstelle wurde, stellte der Zuchtfreund Hans – Heinrich Derner seine privaten Räume für Versammlungen zur Verfügung. Während der Kriegsjahre stießen viele Mitglieder zum Verein, die vorwiegend den damals spärlichen Speisezettel bereichern wollten. Als es später wieder mehr zu essen gab, blieben sie dem Verein fern. Die übrig gebliebenen Züchter zogen 1948 zur Knemühle um. Dort wurden zahlreiche Ausstellungen, aber auch traditionelle Kaninchenessen durchgeführt. Von dort wurde das Vereinslokal 1980 zum Haus Wittmann verlegt. Doch auch hier war 2001 kein Platz mehr für den Verein. Also hieß es wieder wechseln. Das neue Vereinslokal ist bis zum heutigen Tage wieder der Centralhof.
Trotz der vielen Wechsel der Vereinlokale konnten zahlreiche Ausstellungen organisiert werden. Nur während der Kriegsjahre und wegen der 1989 auftretenden RHD – Krankheit wurden keine Lokalschauen durchgeführt. Fanden früher sowohl eine Jungtier- wie auch eine Lokalschau statt, so ist es heute vor allem die Gemeinschaftsschau mit W297 Lengerich – Stadt in der Schützenhalle am Poolweg, durch die wir unser Hobby der Öffentlichkeit näher bringen. Im Verlauf der Vereinsgeschichte wurden außerdem auch mehrere Kreisschauen und Vergleichsschauen mit den Vereinen Münster und Appelhülsen durchgeführt. Auch das gesellige Vereinsleben kam nie zu kurz. So wurden des Öfteren Ausflüge, Maitouren und Tierbesprechungen veranstaltet.
Auch die Jugend wurde über all die Jahre gefördert, wobei die Mitgliederzahl der Jungzüchter erheblichen Schwankungen unterlegen war. Die Frauen der Züchter gründeten 1959 eine Frauengruppe, in der am Anfang vor allem Pelze verarbeitet wurden. Bis zum heutigen Tag findet aber die Verarbeitung von Angorawolle größeren Anklang. Somit war schon früh klar, dass es sich um ein Hobby für die ganze Familie handelt. Im Jahre 1998 erhielt der Verein den Status als eingetragener Verein und wurde auch als gemeinnützig anerkannt.
Während in den Anfangsjahren hauptsächlich große Rassen gezüchtet wurden, stehen jetzt die mittleren und kleinen Rassen im Vordergrund. Doch egal, welche Rassen gezüchtet wurden, stets überzeugte die hohe Qualität der Tiere. So stellte der Verein zahlreiche Kreis- und Landesmeister. Auch Bundesmeister, Bundessieger und sogar Europameister waren zu verzeichnen. Die Mitglieder engagierten sich auch außerhalb ihres Vereins. So gab es in den Reihen immer wieder Preisrichter, die auf den auswärtigen Schauen Kaninchen bewerteten. Oder sie halfen als Clubmitglieder die Qualität einer Rasse zu steigern. Auch im Vorstand des Kreisverbandes arbeiteten und arbeiten sie mit um eine reibungslose Verwaltung zu gewährleisten.
Die Züchter des KZV W298 Lengerich-Hohne sind immer Idealisten geblieben, die manche Krise wie z. B. den 2. Weltkrieg oder Seuchen (RHD, Enterocolitis) überstanden haben.
Am 31. Mai 2008 wurde im Vereinslokal Centralhof mit geladenen Gästen aus der Politik, den Mitgliedern der Kaninchenzuchtvereine des Kreises Steinfurt und den Vertreten des Landes- und Kreisverbandes der Kaninchenzüchter das 75 jährige Jubiläum gefeiert werden.